Makrofotografie

Wach und aufmerksam die Welt entdecken
Ich höre von Nicht-Fotografierenden ab und zu, dass die Fotografen die Welt nur durch die Linse sehen und es verpassen, den Liebreiz des Lebens unmittelbar zu erfahren!
Ich sehe es eher umgekehrt:
Ich merke, dass ich anders durch die Welt gehe, wenn ich den Fotoapparat in der Hand halte. Dass ich viel mehr auf versteckte Schönheiten achte und aufmerksamer bin und empfinde. Mit grossem Vergnügen entdecke ich zum Beispiel das warme Licht der Abendsonne in den Kelchen einer Königswinde, betrachte die feinen Adern der Blüte und bemerke erst beim Fotografieren den goldenen Glanz auf dem Blütenrand. Dies alles so aufs Bild zu bringen, dass man später beim Betrachten noch die Wärme spürt und den Duft des Sommerabends riecht, das wäre mein Ziel!
Hin und wieder gelingt ein solches Bild und ich spüre, wie ich beim Fotografieren nicht nur die Zeit vergesse, sondern auch zum Spiegel werde für eine Anmut und einen Liebreiz, die weit über alles hinausragen, was wir Menschen erschaffen können, und das ich vor allem in der Natur finde.